Problem: Ich schließe einen modernen PC mit Windows 11 an einen älteren Bildmischer an, nämlich an den Blackmagic ATEM Television Studio HD. Es kommt kein Bild, egal was ich mache.
(Nicht-)Lösung: Eigentlich genügt es, am PC genau die gleiche Bildwiederholrate und Auflösung einzustellen, wie am ATEM Studio HD. Der Switcher hat keine Framerate-Konverter und auch keine Scaler, er braucht es also genau auf den Punkt. Das liefert Windows 11 aber unter Umständen gar nie – die Ursache ist unklar, es könnte sein, dass Windows bei unklarer oder unvollständiger EDID vom Switcher immer 60Hz oder immer 4k ausgibt.
Nicht-Workaround: Einen zweiten Bildschirm am PC anschließen. Über Windows+P die Bildschirme duplizieren und auf dem zweiten Bildschirm dann die Framerate und Auflösung für den ATEM Television Studio HD korrekt einstellen. Dann funzt es – bis man den zweiten Bildschirm abstöpselt, dann konfiguriert Windows 11 alles automatisch neu und falsch. Die manuelle Einstellung der Grafikparameter bleibt nicht erhalten. Eine zuverlässige Video-Ausgabe ist nicht möglich. Betroffen sein können auch LED-Wände und andere Großspielzeuge der Veranstaltungtechnik.
Lösung: Andere Video-Hardware kaufen. Zum Beispiel den Roland V-1HD+ für 680€. Der Television Studio HD ist zwar noch gut, aber weil Windows 11 schlecht geworden ist, kann man den nun wegwerfen.
Vielleicht hilft auch ein Signalwandler wie der gute alte Decimator, allerdings bräuchte man bei mehreren Windows-Rechnern dann mehrere davon, und drei Stück sind schon teurer als ein neuer Switcher. Billige EDID-Manager-Zwischenstecker scheinen keine Framerates vorgeben zu können, oder nur 30/60Hz, keine 25/50. Auch eine bei mir vorhandene, etwas bessere HDMI-Matrix kann nur die Auflösung, nicht aber die Framerate vorgeben.
Halbe Hoffnung: Vielleicht gibt es aber auch ein Windows-Voodoo, das ich noch nicht kenne – was aber auch nur eingeschränkt nützlich wäre, da es ggf. auf Laptops des Kunden nicht anwendbar ist, da dieser auf seinem Firmen-Rechner keine vollen Zugriffsrechte hat.
Wer eine bessere Idee hat: Die Kommentare sind geöffnet.
Samstag, März 14, 2026 um 00:24:15
Klingt irgendwie verdächtig nach DHCP, aber hatte ich eigentlich meist am MAC an Windows noch nie ??
um 08:33:02
HDCP ist hier nicht das Problem, leider, dafür gibt’s Lösungen bzw. Umwege, die bekannt sind.
Das Problem tritt mit Windows 11 auf, aber offenbar nicht mit allen Installationen oder allen Kombinationen von Grafiktreibern. Ich bin bisher auf mehreren Rechnern mit Intel-Mobile-Architektur und entsprechender Grafik darüber gestolpert (Laptops, Mini-PCs).
Wenn ich z.B. 1080p50 einstelle, dann am Mini-PC HDMI ausstecke und wieder einstecke, ist Windows 11 wieder auf 1080p60. Das verträgt aber der Empfänger nicht.
Eine Resthoffnung liegt nun auf einem programmierbaren EDID-Manager.
um 10:56:34
Ok kommt nicht von mir sondern von Chatgtp:
2️⃣ Über das Intel Graphics Command Center (besser)
Mit dem Intel-Tool kann man das stabiler festlegen.
1. Öffne Intel Graphics Command Center
(im Microsoft Store vorhanden)
2. Display → General
3. Dort einstellen:
• Resolution → 1920 × 1080
• Refresh Rate → 50 Hz
Optional:
4. Custom Resolution erstellen
Ich denke ein Versuch wäre es wert die Auflösung/Framrate zu erzwingen ?
(sorry meinte natürlich HDCP und nioch DHCP, kleiner Tippfehle nachts um 12:30)
Falls das nicht klappt gibt es noch andere Software Tools, die das erwzingen sollten (aller nicht ausprobiert, hatte das Problem selber noch nie).
CRU - Custom Resolution Uility
Display Changer II
Gruss Alex
um 11:46:33
Danke für den Hinweis.
In der Veranstaltungstechnik gibt es allerdings ein Detail, und es ist unangenehm: Es muss mit dem Laptop des Kunden funktionieren. Der Kunde kann in der Regel auf seinem eigenen Laptop nichts installieren, das kann nur die IT-Abteilung seiner Firma, und die macht immer vor allem: Nichts, und wenn, dann mit einem Ticket und nach 10 Tagen oder so. Letztens hatte ich ein Kundenlaptop, da konnte man nicht mal die Bildschirmsperre ausschalten. Es musste einer von uns Technikern sich einen Timer auf dem Handy stellen und regelmäßig die Maus bewegen. Wenn also kein Intel-Tool vorhanden ist, dann ist nichts zu machen. (Aus diesem Grund speist man Video und Audio auch stets mit treiberlosen USB-Class-Compliant Geräten ein ins Kundenlaptop, wenn es um Hybrid-Events geht. Eigentlich als würde man Linux benutzen…)
Tools, die installiert werden müssen, helfen also nur bedingt – nämlich dann, wenn man den Rechner unter voller Kontrolle hat.
um 16:46:54
Ok dann bleibt doch fast nur noch ein Stück Hardware dazwischen, das den EDID fest vergibt/anpasst, das spricht da dagegen ? (Preis).
EDID Manager / EDID Emulator
um 17:06:39
Ich habe gerade so ein Gerät vor mir liegen auf dem Schreibtisch, aber noch keine Zeit, mich damit zu beschäftigen, bzw. zu testen, ob es wirklich hilft. Der „HDFury Dr.HDMI” für derzeit 69€ brutto ist das einzige Gerät, das ich gefunden habe, bei dem man die EDIDs wirklich frei programmieren können soll. Die meisten Geräte können nur 30 und 60Hz, viele geben auch die Framerate nicht vor, sondern nur die Auflösung. Wieder andere vergessen die Einstellung bei Stromlosigkeit, was exakt gar nichts bringt. Da kommt dann aber noch ein weiterer Detailteufel ins Spiel, nämlich Kameras, die keine 60Hz können, und ggf. auch keine 59,97. Somit muss es die Option geben, dass das gesamte System mit 50Hz läuft.
Aber ja, ich werde mich mit dem Dr. HDMI beschäftigen und dann sehen wir, ob das wirklich hilft. Meine Motivation ist auch etwas von Schmerz begleitet, da das Problem ja durch eine der vielen kleinen Verschlimmbesserungen in Windows 11 entstand… hätte nicht sein müssen.